DSWV-Prognose: WM 2026 treibt Wetteinsätze in Deutschland auf fast eine Milliarde Euro

Elena Friedrich · Jul 29, 2026

DSWV-Prognose: WM 2026 treibt Wetteinsätze in Deutschland auf fast eine Milliarde Euro

Illustration zur Prognose des Deutschen Sportwettenverbands über Wetteinsätze bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in Deutschland

Der Deutsche Sportwettenverband hat eine detaillierte Einschätzung vorgelegt, nach der die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in Deutschland insgesamt Wetteinsätze von nahezu einer Milliarde Euro auslösen wird, während lizenzierte Anbieter einen Anteil von 600 bis 700 Millionen Euro erwarten und der verbleibende Betrag von 300 bis 400 Millionen Euro über illegale Plattformen fließen könnte.

Die Zahlen im Überblick

Experten des Verbands haben aktuelle Marktanalysen und historische Wettdaten aus früheren Großereignissen ausgewertet, um die Projektion zu erstellen, die sowohl legale als auch illegale Kanäle berücksichtigt und damit die anhaltende Präsenz des Schwarzmarkts vor dem Turnier in den USA, Kanada und Mexiko unterstreicht. Die Schätzung basiert auf einer Kombination aus Bevölkerungsgröße, bisheriger Kanalisierungsentwicklung und dem erwarteten Medieninteresse während der Sommermonate 2026, wobei der Turnierstart im Juli eine zentrale Rolle spielt.

Verteilung zwischen legalen und illegalen Anbietern

Lizenzierte Betreiber sollen demnach 600 bis 700 Millionen Euro der Gesamtsumme abschöpfen, während 300 bis 400 Millionen Euro in Richtung nicht regulierter Seiten abwandern, und diese Aufteilung macht deutlich, dass trotz bestehender Regulierung noch erhebliche Volumina außerhalb des kontrollierten Marktes verbleiben. Beobachter haben bereits in früheren Turnieren ähnliche Muster festgestellt, bei denen große Ereignisse sowohl legale als auch illegale Plattformen gleichermaßen ankurbeln, weil viele Nutzer nach schnellen und teilweise weniger regulierten Angeboten suchen.

Einordnung in den deutschen Glücksspielmarkt

Die aktuelle Prognose reiht sich in eine breitere Diskussion über die Kanalisierungsrate ein, denn eine im März veröffentlichte Studie zur Entwicklung des legalen Anteils im Online-Glücksspiel bezifferte diesen für 2024 auf 77,03 Prozent und den illegalen Markt auf rund 547 Millionen Euro, laut Bericht. Solche Daten zeigen, wie sich große Sportereignisse auf das gesamte Wettvolumen auswirken und gleichzeitig die Herausforderung verdeutlichen, illegale Angebote weiter einzudämmen, bevor die Weltmeisterschaft im Juli 2026 beginnt.

Grafik zur Aufteilung der Wetteinsätze zwischen legalen und illegalen Anbietern bei der WM 2026

Ausblick auf die Sommermonate 2026

Das Turnier in Nordamerika wird voraussichtlich im Juli 2026 starten und über mehrere Wochen andauern, sodass in Deutschland eine hohe Nachfrage nach Sportwetten entstehen kann, während sowohl regulierte als auch nicht regulierte Anbieter von diesem Interesse profitieren. Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass die Kombination aus intensiver Berichterstattung und mobiler Nutzung während des Events zusätzliche Impulse für das Wettgeschäft liefert und damit die vom Verband genannten Volumina realistisch erscheinen lässt.

Herausforderungen für die Regulierung

Die Projektion des DSWV macht zugleich deutlich, dass der Schwarzmarkt auch 2026 noch ein relevantes Volumen halten könnte, weil einige Spieler weiterhin Angebote nutzen, die außerhalb der deutschen Lizenzierung liegen, und diese Situation stellt die Aufsichtsbehörden vor anhaltende Aufgaben bei der Durchsetzung bestehender Regeln. Gleichzeitig zeigen die Zahlen, dass der legale Sektor durch die erwarteten 600 bis 700 Millionen Euro einen spürbaren Zuwachs verzeichnen wird, der sich positiv auf Steuereinnahmen und Marktsicherheit auswirken kann.

Zusammenfassung der Prognose

Insgesamt ergibt sich aus der Einschätzung des Deutschen Sportwettenverbands ein Gesamtvolumen von annähernd einer Milliarde Euro an Wetteinsätzen während der FIFA-Weltmeisterschaft 2026, verteilt auf legale und illegale Kanäle, und diese Verteilung unterstreicht sowohl das Potenzial des regulierten Marktes als auch die Notwendigkeit weiterer Maßnahmen gegen nicht lizenzierte Anbieter. Die Entwicklung bis zum Turnierstart im Juli 2026 wird zeigen, inwieweit die Kanalisierung weiter voranschreitet und ob die prognostizierten Anteile eintreffen.